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Gewissen

Verantwortung
Juli 4, 2017
Bindung
Juli 4, 2017

„Widerrufen kann und will ich nichts, weil es weder sicher noch geraten ist, etwas gegen sein Gewissen zu tun. Gott helfe mir, Amen.“

Aus: Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms im Jahre 1521

 
M it diesen Worten hat Luther es im Jahre 1521 auf dem Reichstag zu Worms vor dem Kaiser und dem Reich abgelehnt, seine Thesen und Gedanken zu widerrufen.

Für uns heute ist Gewissensfreiheit in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Anders bei Luther: Luthers Begründung seiner Entscheidung mit seinem eigenen Gewissen war in der damaligen Zeit völlig neu.

Es löste bei seinen Zeitgenossen schieres Entsetzen aus. Ein einfacher Gelehrter hatte die höchsten Autoritäten seiner Zeit nicht infrage zu stellen. Damit griff er nicht nur die Kirche und deren unumstößliche Traditionen, sondern auch aus Sicht seiner Zeitgenossen Gott selbst an.

 

 
S eit dieser Rede vor dem Reichstag ist der Begriff „Gewissen“ Allgemeingut der deutschen Sprache, der persönlichen Haltung und des evangelischen Glaubens geworden.

Wieviel ist uns heute diese Selbstverständlichkeit der Gewissensfreiheit noch wert?.


H örstücke



 

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