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Juli 4, 2017
Luther und die Freiheit eines Christenmenschen
Juli 4, 2017

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Aus: Martin Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen, 1521.

 
S cheinbar widersprüchlich ist Luthers Verhalten gegenüber der weltlichen Macht. Mit seinen 95 Thesen und seinem Auftritt auf dem Wormser Reichstag 1521 wehrt sich Luther in einer nie vorher dagewesenen Weise gegen Autoritäten.

Auch wenn es für viele seiner Zeitgenossen und auch für uns heute so aussieht, als habe er die Autoritäten infrage gestellt, hat er sich doch letztlich in seinen Schriften klar für sie eingesetzt. Hintergrund hierfür ist Luthers Glaubensverständnis.


 
L etzte Instanz war für Luther immer Gott. Gott ist der unvertretbare höchste Herr und auch der Papst muss Gott dienen. Luthers bahnbrechende Erkenntnis war, dass der Mensch unabhängig von der Institution Kirche oder anderer Vermittlungsinstanzen ein Gottesverhältnis aufbauen kann.

Dadurch erfährt der Mensch von Gott selbst eine direkte Gewissheit über sein Dasein, die ihm Halt im Leben gibt. Welche Rolle spielen Autoritäten in unserem Leben?


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